måndag 10 november 2008

die arbeit.


ich dachte heute ist es an der zeit mal ein wenig ueber meine arbeit zu erzaehlen.
ich hielt das immer nicht unbedingt fuer sehr notwendig, da es ja bereits mein alltag geworden ist.
aber ich ueberlegte mir nun, dass ihr ja so gut wie nichts darueber wisst.

also.
wie soll ich anfangen.
vielleicht hiermit.
das ist der link zur homepage meines kindergartens.
wenn ihr rechtsoben auf das untere "läs mer" klickt, könnt ihr sogar ein paar kleine bilder sehen : )

wir haben nun im moment 14 kinder.
sie sind zwischen 1 und 2 jahren alt.
anfangs war das eine umstellung fuer mich, da ich es eher gewohnt war mit älteren kindern zu arbeiten, die im alter von 2 bis 6 waren, oder so.
es ist eben nicht immer moeglich alle meine ideen, die mir zu einem bestimmten anlass unmittelbar in den kopf kommen, umzusetzen, da die kinder einfach zu klein sind.

ein tag laeuft ungefaehr so ab:

um acht uhr fruehstuecken wir gemeinsam. da sind aber noch nicht alle kinder da. nur sechs oder sieben. daher ist das immer sehr gemuetlich und schoen. die kinder fuehlen sich inzwischen wohl und weinen nicht mehr viel. sie beginnen langsam auch erste worte zu sprechen, oder manche bereits ganze saetze.

um neun kommen alle anderen kinder.
sind alle da, gehen wir manchmal in den garten, machen einen spaziergang, haben turnen, oder teilen die kinder in die gruppen auf und machen (jede erzieherin mit ihrer kindergruppe) eine besondere aktivität.

gegen viertel vor elf kommen wir zurueck.
beziehungsweise wechseln allen kindern die windeln und decken den tisch zum essen. und richten gleichzeitig auch die matratzen, kissen und decken zum schlafen.

um fuenf vor elf haben wir "sammling".
wir singen lieder und sprechen fingerspiele.
zehn nach elf gibt es essen.
die kinder essen ziemlich selbstaendig. bemerkenswert. wie ich finde.

nach dem essen, werden gesichter und finger von essensresten befreit, alle kuscheltiere und schnuller dem richtigen kind zugeordnet und die kinder auf ihre schlafplaetze gelegt.
viele brauchen jemanden der neben ihnen sitzt bis sie einschlafen. oder eine ganz spezielle rueckenmassage. oder man muss die hand auf das gesicht legen. oder ruhig mit dem kind reden. oder. oder. oder.

dann haben wir eine kleine pause.

gegen halb zwei wachen die ersten auf.
wieder windeln wechseln. anziehen.

und um zwei uhr, aus der kueche den wagen mit dem nachmittagsessen "mellis" abholen.
meist sind es wieder weniger kinder sieben oder acht, die hier mellis essen.
das heisst, es ist ebenso gemuetlich und lustig wie das fruehstueck.
nach dem essen koennen die kinder frei spielen. meist innen, da es schon so bald dunkel wird, im moment.
und nach und nach werden sie dann abgeholt.
und geben mir schon mal einen luftkuss einen richtigen kram oder ein " hej då mamaris", bevor sie nach hause gehen.

ich sage dann meist soetwas wie "hej då vi ses imorgon!"

und wenn meine arbeitszeit vorbei ist nehme ich den naechsten bus bis fittja und dann die bahn bis zu mir nach hause. es dauert meist 45 minuten.
45 minuten in denen ich abschalten kann . lesen kann. musik hoeren kann. oder den anderen menschen in der bahn zuhoeren kann.

ich mag den weg.
sowohl hin als auch zurueck.
ich mag wahrscheinlich auch die tatsache dort. mitten in stockholm zu wohnen.
mehr als diese 45 minuten nicht in kauf zu nehmen.

nun wisst ihr das.

puss och kram //.

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